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Wellenreiten an Surfspots in Andalusien findet größtenteils auf dem Stück Atlantikküste zwischen Tarifa und Cadiz statt, aber auch am Mittelmeer gibt es einige Wellenreitspots. Von Dezember bis April ist die Wellenwahrscheinlichkeit auf der Atlantikseite am höchsten. Außerdem ist es an der Costa de la Luz meist relativ mild, das Wasser ist nicht zu kalt. Im Winter und Frühjahr sind die Wellen in Nordspanien und Portugal häufig zu groß für Anfänger und Aufsteiger. Die andalusischen Surfspots bieten dann die richtige Mischung: Hüft- bis kopfhohe Wellen, Sonne und milde Temperaturen. Wenn am Atlantik keine Dünung durchkommt, am Mittelmeer aber der Levante weht, kann man hier den Joker ziehen. Doch wie immer beim Wellenreiten muss der Surfspot zur Windrichtung passen. Das gilt auch für den Poniente-Wind, der meist am Atlantik Windwellen produziert. Dieser auflandige Wind erzeugt lokal Windwellen, die in einer Bucht mit passender Ausrichtung schöne Surfbedingungen erzeugen können.

 

Bekannte Surfspots in Andalusien

Der Herdentrieb ist auch unter andalusischen Surfern sehr verbreitet. Dies führt an den bekannteren Spots wie Los Canjos, El Palmar und Yerbabuena zu vollen Line Ups. Es finden sich jedoch zahlreiche Ausweichmöglichkeiten, die zum Beispiel im Stormrider Surf Guide beschrieben sind.

Darüber hinaus möchten wir hier speziell für deutsche Wellenreiter, die häufig nach langer Pause erst wieder fit werden müssen, einige Extratipps geben:

Wenn ein ordentlicher Atlantikswell an der Costa de la Luz ankommt, könnt ihr euch selbst und den Locals einen Gefallen tun, indem ihr nicht in Los Canjos auf der Faro Right oder in El Palmar surft. An den Sandstränden bei Tarifa (besser nicht am Stadtstrand) findet ihr zwar etwas kleinere Bedingungen, aber immer noch ausreichend Platz. In bestimmten Abschnitten der Bucht zwischen Tarifa und dem Punta Paloma befinden sich Steinriffe. Wer schon genug Surferfahrung über Riffen besitzt, kann hier meist bei mittleren Tidenständen traumhaft surfen. Der Punta Paloma begrenzt die Bucht von Tarifa in nordwestlicher Richtung. Wenn man hier vom Parkplatz aus die Wellen einschätzen will, braucht man ein Fernglas oder sollte ein Stück Richtung „Point“ laufen. Der Punta Paloma ist kein Geheimtipp mehr, aber an guten Tagen läuft eine lange rechte Welle. An kleineren Tagen splittet sich der Line Up auf. Wenn es dort zu klein ist, könnt ihr weiter nach Norden fahren. An den langen Sandstränden bei Zahara de los Atunes findet ihr euren eigenen Spot. Sollte es wesentlich kleiner werden, könnt ihr innerhalb von 20 Minuten weiter nach Norden fahren und schauen, ob es in Canjos oder El Palmar größer ist. Denkt daran: In Canjos surft ihr über Steinen. Die meisten der genannten Spots funktionieren besser zwischen mittleren und niedrigen Tidenständen.

 

Andalusische Surfspezialitäten

Die geheimen Spots, die an den richtigen Tagen für Locals und sehr erfahrene Surfer interessant sind, sollen an dieser Stelle geheim bleiben. Für Aufsteiger, die schon mal einen Kurs gemacht haben, geben wir jedoch folgende Tipps:

Bei Poniente-Wind, der an den meisten Stränden auflandig ist, gibt es einige Ecken, die passable Wellen bieten können. Die Wellen müssen hier gewissermaßen um ein Cap oder eine Landzunge herum biegen, wobei sie sich sortieren. Zudem laufen die Wellen dann wieder in einem besseren Winkel schräg gegen den Wind auf den Strand zu. Hierbei verlieren sie an Energie, daher muss erst einmal eine gewisse Wellenhöhe gegeben sein, um an dem entsprechenden Spot eine surfbare Welle zu produzieren.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der westliche Teil des Stadtstrandes von Barbate in der Nähe der Hafenmole. Bei starken und anhaltendem Wind aus westlichen Richtungen kann es dort zu passablen Anfänger und Longboard-Bedingungen kommen.

Wenn an der Costa de la Luz einmal gar keine Wellen sind, aber der Levante aus östlichen Richtungen mit mehr als 6 Windstärken über zwei bis drei Tage weht, kann es am Mittelmeer surfbare Wellen geben. Der am schnellsten erreichbare Spot ist Getares in der Straße von Gibraltar. Damit die Bedingungen hier gut sind, sollte man aber die Zeitspanne abpassen, in der der Levante nachlässt bzw. die Windrichtung wechselt.

Wenn der Wind aus Ost auf ONO dreht und nicht nachlässt, der Wellenhunger aber unerträglich wird, kann eine längere Fahrt manchmal helfen. Etwa eine Autostunde von Tarifa aus Richtung Malaga liegt eine Ferienanlage namens Sotogrande. Will man hier surfen, muss man an den Pförtnerhäuschen vorbei in die Anlage fahren. Auf dem Passeo del Mar kommt man zum Jachthafen. Rechts vom Hafen findet sich ein Sandstrand und manchmal auch Wellen. Das Ambiente ist im Winter eher morbide, das Wasser oft kälter als am Atlantik. Vorsicht: der Shorebreak kann beachtliche Kräfte entwickeln.