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Surfen in Frankreich hat eine lange Tradition. In Frankreich hat das europäische Surfen seinen Anfang genommen, daher hat sich eine vielseitige Surfkultur entwickelt. Wir wollen hier einige Tipps speziell für Anfänger und fortgeschrittene Surfer geben. Vor allem, wenn der erste Surftrip auf eigene Faust ansteht helfen diese Informationen. Wenn Ihr nicht mehr in einem Surfcamp unterkommen wollt und auf Jagd nach grünen Wellen seid, sucht Ihr meist einen Beachbreak mit nicht überfüllten Sandbänken. Für geübtere Surfer beschreiben wir auch einige Reefbreaks. Solltet Ihr in Eurer Urlaubsplanung zeitlich flexibel sein, macht es Sinn wenn möglich die zweite Julihälfte, den August und die erste Septemberhälfte zu meiden. Wenn Ihr nur in dieser Zeit Urlaub habt, solltet Ihr die bekannteren Spots meiden. Orte wie Biarritz oder Hossegor bieten tolle Wellen, sind aber meist gnadenlos mit wirklich guten Surfern überfüllt. Überfüllt sind auch Orte wie Boucau und Moliets, da sich dort der Surf-Massentourismus breitgemacht hat. Ebenso gute oder sogar bessere Anfänger- und Fortgeschrittenen-Bedingungen finden sich an etlichen anderen Sandstränden von denen wir hier nach und nach einige vorstellen wollen.

 

Surfen in Carcans Plage

Am Strand vor Carcans Plage finden sich perfekte Surf-Bedingungen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Als wir im Jahr 2006 auf dem dortigen Campingplatz mit unserem Surfcamp begonnen haben, gab es zunächst nur französische Surfschulen. In den letzten Jahren hat sich das geändert, der Strand ist in der Hauptsaison voller geworden. Einige der neuen Surfcamps nehmen massenhaft Gäste auf. Das führt im August vor allem in ortsnähe zu vollen Sandbänken. Geht man ein Stück den Strand entlang, findet sich jedoch noch die Ruhe der "alten Zeiten". Natürlich soll und darf es auch Menschen geben, die den belebten Teil des Strandes schätzen, da es auch immer viel zu sehen und zu schmunzeln gibt.

In den letzten Jahren hat es sich ergeben, dass die französischen Surfer eher zentral und südlich der Übergänge anzutreffen waren. Die Surfnomaden, eher nördlich vom Strandübergang. Natürlich waren auch hier noch französische Surfer unterwegs, es wäre ja auch traurig, wenn es nicht so wäre.

Die Sandbänke verschieben sich natürlich jedes Jahr. Für bessere Surfer mit der entsprechenden Erfahrung empfielt es sich ein Fahrrad hinten auf den Bulli zu schnallen, am besten mit Surf-Rack. Parallel zur Küste gibt es hinter der Düne Fahrradwege. Wer die Massen meiden will kann auf Bike-Surfari gehen. Wichtig ist hierbei nur an offiziell hierfür ausgebauten Stellen die Düne zu überqueren!

Französisches Lebensgefühl findet man am Abend in Carcans-Plage in den Bars und bei Konzerten im Ort oder in den Clubs des benachbarten Lacanau-Ocean.

 

Surfen zwischen Bidart und Saint-Jean-de-Luz (französisches Baskenland)

Hier bewegt man sich im Herzen der französischen Surfseele. Auf dem Weg nach Spanien muss man nur kurz über die Abfahrt Nummer 4 die A 63 verlassen und Richtung "Acotz" fahren. Nach etwa 10 - 15 Minuten kann man hier verschiedene Spots erreichen. Nicht nur die Wellen sind schön, sondern auch die Landschaft ist toll, nur leider auch sehr voll. Dennoch bietet dieses Stück Küste einige sehr hochwertige Reefbreaks, die zum Teil auch für fortgeschrittene Surfer geeignet sind. Man sollte einen sichernen Takeoff beherrschen, eine grüne Welle kontrolliert abreiten können und die Vorfahrtsregeln wirklich gut kennen, wenn man hier surfen will.

Die bekanntesten Spots sind Lafitenia und Parlementia. Lafitenia ist eine wunderschöne, rechte Welle. Es gibt einen tiefen Channel und der Einstieg über einen kleinen Strand ist an den Tagen mit mäßiger Wellenhöhe recht einfach. Der Nachteil ist, dass der Spot fast immer viel zu voll ist. Wenn man von der Ausfahrt Nummer 4 immer Richtung "Acoz" fährt, kommt man über kleine Straßen zu dem Campingplatz "Camping Playa". Neben dem Campingplatz ist ein Parkplatz von dem aus ein kurzer Weg hinunter an den Spot führt. Es lohnt sich immer einen Blick zu riskieren, gerade in der Nebansaison an nicht ganz so perfekten Tagen kann es sein, dass die Welle doch nicht überfüllt ist. Der Campingplatz "Camping Playa" bietet von den meisten Standplätzen aus einen perfekten Blick auf die Welle. Den Blick muss man allerdings auch bezahlen. Die Übernachtung kostet 24,- bis 30,- Euro, die sanitären Einrichtungen sind nicht luxuriös, die Plätze aber schön angelegt.

 

Wenn Lafitenia zu voll ist, kann es nicht schaden auf der kleinen "Route des Plages" etwa 1-2 Kilometer nach Nordosten zu fahren. Zunächst passiert man einen Parkplatz von dem aus man auf einen Strand blicken kann, der nur selten gute Wellen zu bieten hat. Fährt man noch ein Stück weiter und bleibt hierbei immer an der Küste, endet die Straße wiederrum an einem Parkplatz. Von hier aus überblickt man eine Bucht, an deren linken Seite eine Links-Welle brechen kann. In der Mitte der Bucht bricht häufig eine rechte Welle. Zwischen diesen beiden Wellen bietet sich ein Channel zum rauspaddeln an. Im seichten Wasser muss man zunächst, je nach Tidenstand mehr oder weniger weit über Steinboden gehen. Bei Flut macht der Ein- und Ausstieg am wenigsten Probleme, da man dann direkt paddeln kann. Natürlich ist der Spot auch nicht leer, jedoch verteilen sich die Surfer besser und er ist nicht in den gängigsten Surfguides zu finden.